Willkommen in Esmoraca & Talina

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Amtseinführung in Esmoraca Mitte April 2008

Bienvenidos en ESMORACA & TALINA, Bolivia

Sede Parroquial de la Parroquia “San Francisco de Asis” es Esmoraca: 3.520 m sobre el nivel marítimo, Prov. Sud Chichas, Dpto. Potosí. Mojinete con sus comunidades, Prov. Sud Lipez, forman parte de la misma Parroquia. Sede Parroquial de la Parroquia „San Juan Bautista“ es Talina: solamente 3.200 m sobre el nivel marítimo, Prov. Sud Chichas y Prov. Modesto Omiste.

Ihr Padre Dietmar Krämer [CP4PG]

Notstand

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Unser Presidente hat den Notstand wegen der vielen Überschwemmungen und Erdrutsche auf Grund der heftigen Regenfälle ausgerufen. Auch der Weg von Esmoraca nach Tupiza ist nur noch unter Schwierigkeiten zu befahren. So habe ich meinen für kommenden Sonntag vorgesehen Besuch in Talina streichen müssen.

Täglich haben wir bis zu 3 Gewittern, ich bin dauernd am Antennenstecker ziehen. Seit 2 Tagen haben wir in Esmoraca auch kein Wasser mehr in der Leitung, das 5 km entfernte Wassersammelbecken ist verschüttet.

die Kinder danken für die Schokolade aus Deutschland

die Kinder danken für die Schokolade aus Deutschland

Zum Schluss noch ‘was Trauriges: es gibt im Pfarrhaus keine Schokolade mehr, ich habe schon Entzugserscheinungen, hi und dauernd fragen mich die Kinder auf der Strasse, wann denn wieder Schoko aus Deutschland kommt?

Saludos Padre Dietmar Krämer

Fastenzeit

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Cordillera de Lípez

Cordillera de Lípez

Ihnen allen einen guten Start in die Fastenzeit
[http://de.wikipedia.org/wiki/Fastenzeit]

mit “saludos cordiales” und in Dankbarkeit Euer P. Dietmar Krämer [CP4PG]

Gewittersturm

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Gewittersturm über dem Pfarrhaus von Esmoraca

Gewittersturm über dem Pfarrhaus von Esmoraca

Es war wieder Alarmstufe EINS, erfreulicherweise zog der Hagel aber nicht über Esmoraca.

Aschermittwoch 2012

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Gestern wollte ich Euch noch ein drittes Foto zusenden, das fiel aber wegen eines heranziehenden Gewitters ins Wasser, es war wieder Alarmstufe EINS. Erfreulicherweise zog der Hagel aber nicht über Esmoraca, vermutlich, weil ich in der Kirche eine Kerze vor der Hl. Barbara angezündet hatte, einmal sehen, ob es jetzt klappt.
Heute Morgen war es sonnig und die umliegenden Berge tief verschneit, wie in der Schweiz.

Karneval vor dem Pfarrhaus von Esmoraca

Karneval vor dem Pfarrhaus von Esmoraca

Foto: dieses Foto wurde versuchsweise via Pactor 4 auf Kurzwelle übertragen

Martes de Ch’alla

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Faschingsdienstag
Schon gegen 6 Uhr morgens kündeten zahlreiche Kracher an, dass die Leut’ am Feiern ihres Besitzes waren sowie ihre Referenz der Mutter Erde (Pachamama) erwiesen. Wir hingegen ließen es im Pfarrhaus ruhiger angehen. Nach dem Frühstück wurde im Erdloch der vorgestrigen “wathia” Holz zu glühender Kohle verbrannt. Andere hilfreiche Geister schmückten vorm Pfarrhaus das Auto mit Luftschlangen und Luftballons.

Karneval in Esmoraca

Karneval in Esmoraca

Auch eine der Stützmauer wurde herausgeputzt. Ich stellte dann vorm Haus meinen “bastón de mando”  (eine Authorität hat immer einen kurzen mit Silber beschlagenen Stab, der den Namen einer der Dreikönige trägt; meiner heißt Caspar) auf ein Tellerchen mit Cocablättern. Dann bekam er eine Zigarette angezündet und ein kleines Gläschen Wein hingestellt. Neben dem Baston wurde mein “Geldkoffer” platziert.

alles muss begossen werden

alles muss begossen werden

Ja, und dann ging es los. Inzwischen hatten sich an die 30 Karnevalisten, die Mehrzahl Jugendliche, mit ihren Trommeln und die Mädchen mit weißen Fähnchen (zur Ehren der Pachamama) eingefunden. Auf die glühende Holzkohle wurde die “c’oa”-Mischung gelegt, aus Kräutern, Fetten etc. bestehend, und mit etwas Wein und Schnaps begossen. Zum Ende des zeremoniellen Teiles mussten Auto, Bastón, Koffer und die geschmückte Stützmauer mit Bier bespritzt werden.

Karneval vor dem Pfarrhaus von Esmoraca

Karneval vor dem Pfarrhaus von Esmoraca

Nach 20 Jahren Dienst auf dem Hochland Boliviens habe ich mit diesen Bräuchen keine Probleme mehr, sie sind mir vertraut geworden … ja, und dann hatte ich eben einige Kästchen Bier gestiftet, die bei Musik, Tanz mit Trommeln und Fähnchen sowie dem einen oder anderen Schwätzchen geleert wurden. Damit war der Akt beendet und die Leutchen zogen weiter.

Fasching 2012

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Heute, am Rosenmontag, ist Grabesstille in Esmoraca, man besucht tanzend mit Trommeln die umliegenden Dörfer und es beginnt schon wieder zu donnern, allerdings noch in der Ferne. Also gleich raus und schauen, wo es schwarz ist, dann vor dem Gewitter Antennenstecker ziehen. Besonders wenn es brenzlig wird, verschwinden die Vögel im Pfarrgarten, derweil die Stubenfliegen verrückt spielen. Mitten in der Regenzeit ist der Blitzeinschlag oft ohne grosse Vorwarnung da.

Faschingssonntag:

Bevor Karneval gefeiert wird, muss in einem frommen Haus natürlich gebetet werden, und so wurde am Karnevalssonntag erst einmal zum
Gottesdienst geläutet, danach ging es dann aber mit dem Weltlichen weiter. Die Mitarbeiter in der Pfarrei, ob alt oder jung, waren zur traditionellen “wathia”, dem Saubohnenessen, eingeladen worden.

In der Küche wurden Hähnchen gegrillt und im Pfarrhof das Erdloch für die Zubereitung der Saubohnen geöffnet. Brennholz wird zu glühender Holzkohle verbrannt, dann kommen die Saubohnen sowie Kartoffeln darauf, mit Salz und heisen Steinen. Und letzt endlich wird das Loch mit Wellblech abgedeckt, auf welches nasse Lumpen gelegt und Erde geschüttet wird. Dann gilt es zwei Stunden zu warten. Diese Zeit überbrückten wir mit dem Aperitiv, also Wein aus Chile. Den hatte Don Noel aus Llica mitgebracht, wo er für ein paar Tage seine Familie besucht hatte. Die Kinder vertrieben sich die Zeit bis zum Festmahl mit Sprühdosen und wassergefüllten Luftballons. Das Festmahl verlief dann sehr harmonisch. Versteht sich, dass in einem Pfarrhaus nur moderat “gebechert” wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Ackerbohne

Am Abend kamen vom fünf km entfernten Wassersammelbecken mit Trommeln tanzende Jugendliche zurück. Diese setzten ihre Tour dann trotz strömenden Regens zu den umliegenden Dörfern fort. Dabei gilt es auch, vor Mojinete einen ein Meter tiefen Fluss zu durchqueren.

Ein weiterer Höhepunkt unseres Karnevals ist der “martes de ch’alla”. An diesem Dienstag wird der Besitz begossen, in der Hoffnung, dass er sich vermehrt.

Karneval in Bolivien hat viel mit dem Kult um die “Pachamama”, die Mutter Erde, zu tun.

Ja, und das Ganze ist umrahmt von viel Regen mit deftigen Blitzeinschlägen. Wenn es zu donnern beginnt, müssen immer schnell die diversen Antennenstecker gezogen werden: vom FM-Pfarr-Radio Sender, dem einfachen TV-Sender sowie dem Beam, die Funkantenne also.

Karnevalssonntag im Pfarrgarten

Karnevalssonntag im Pfarrgarten

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Lehmbausteine

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Herstellung von Lehmbausteinen

Herstellung von Lehmbausteinen

Hier werden Lehmbausteine für die Renovierung der Pfarrkirche und des Pfarrhauses hergestellt. Lehmbausteine sind ein ökologisch optimales Baumaterial und hier im Hochland Boliviens günstig herzustellen.

FM Pfarr-Radio

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Es spielt wieder, unser FM Radio “San Francisco de Asis” in Esmoraca. In Tupiza hatte ich es zur Reparatur gelassen und gestern mitgebracht, heute Morgen musste dann auf meinem 30 m hohen Turm die FM-Antenne wieder angebracht werden, dazu waren 2 Jungs raufgeklettert und haben die Antenne angeschraubt, Noel hatte von unten die Anweisungen gegeben und ich gebetet, dass keiner herunter fällt.

der Aufstieg zur Antennenmontage in 30 m Höhe beginnt

der Aufstieg zur Antennenmontage in 30 m Höhe beginnt

Ein QSP von Claus CP4BT, mit dem ich heute auf 40 m ein halbes Stündchen vorm Mittagessen geplaudert hatte, er will Nachrichten auf Deutsch hören und sucht dafür Radiofrequenzen, die Deutsche Welle strahlt ja für den Radiohörer keine Nachrichten mehr auf Deutsch aus. Diese soll man sich im Internet anhören. Ich weiß nicht, ob der SWF, z.B., Sendungen auf Kurzwelle abstrahlt, vielleicht könnt Ihr in Google fündig werden!

Saubohnenessen

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Ausgabe der Saubohnen

Ausgabe der Saubohnen

Heute hatten wir einen guten Reisetag erwischt, es war trocken und sonnig und so waren wir in 4 Stunden von Tupiza zurück in Esmoraca. Am Sonntag steht das traditionelle Saubohnenessen an, und am Dienstag müssen die Leute den Besitz begießen.

Warten auf die Rückfahrt

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die Stützmauern an unserer Kirche in Esmoraca nehmen Gestalt an

die Stützmauern an unserer Kirche in Esmoraca nehmen Gestalt an

Noch bin ich in Tupiza, wo ich auf Don Noel gewartet habe, heute Mittag ist er gut nach Tupiza zurückgekehrt und morgen geht es dann nach Esmoraca zurück. Es gibt noch neue Reifen fürs Pfarrauto. Die Autos, die nach uns Esmoraca verlassen hatten, waren alle “hängengeblieben” und sehr spät in Tupiza angekommen.

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